„Eine neue Seuche“ - Burgweh
In den Christdeutschen Stimmen, der Zeitschrift der Christdeutschen Jugend, wurde 1926 in einem Text von einer neuen Seuche namens Burgweh berichtet. Was damals als Aprilscherz gemeint war beschreibt wunderbar die Verbundenheit der Jugendlichen mit ihrer Jugendburg - auch noch Jahrzehnte später. 2003 berichtet der damalige Hausleiter der Evangelischen Jugendburg Peter Stenger in einem Interview von der "Hohensolms-Sucht", die praktisch jeden ergreift, der schon mal ein paar Tage auf der Evangelischen Jugendburg verbracht hat. "Die meisten Leute kommen immer wieder", so der Leiter der Jugendburg.
Hohensolms, den 1. April
Folgende Zuschrift ging bei uns ein:
„Eine neue Seuche“ beschreibt die medizinische Wochenschrift wie folgt: An den verschiedensten Orten Deutschland treten Massenerkrankungen auf. Als Seuchenherd ist ein altes fürstliches Schloss im Kreis Wetzlar festgestellt. Die Seuche tritt meist nach größeren Tagungen, die dort stattfinden auf. Die Ärzte geben ihr den volkstümlichen Namen „Burgweh“. Sie ist trotz Entdeckung des krankheitserregenden Bazillus als unheilbar zu bezeichnen. Ihre Opfer findet sie in allen Lebensaltern beiderlei Geschlechts.“
Quelle: Christdeutsche Stimmen, Heft 6, 25. im Lenzing 1926, 6. Jahrgang